Mittwoch, 4. Januar 2023

Video: Einstein-Kartentrick

 

Es gibt sicherlich Hunderttausende von Karteneffekten. Viele davon erfordern spezielle Präparationen beziehungsweise schwierige Grifftechniken.

Häufig wird dem Anfänger der Eindruck vermittelt, ohne all das gehe es nicht – und so plagt man sich ewig mit „Fingerbrechern“ herum oder bestellt pro Kunststück ein neues Spezialspiel. Auch ich habe in früheren Zeiten viele Stunden mit Bemühungen verbracht, die letztlich zu nichts führten. Bestenfalls bekam ich eine derartige Routine zwar irgendwie hin, scheinbar leicht und mühelos wurde es aber nicht.

Den Zuschauern bleibt der Modus Operandi zwar (hoffentlich) verborgen – sie merken aber, dass man „irgendwas“ Geheimes ausführt. Und die Anspannung des Künstlers überträgt sich auf das Publikum.

Es gibt jedoch viele Kunststücke, welche man mit einigen simplen Manövern ziemlich mühelos hinbekommt. So hat man genügend Spielraum, sich auf Präsentation, Gestaltung und Text zu konzentrieren. Und – o Wunder – es entsteht etwas, das den Erfolg eines Auftritts bestimmt: Entertainment.

Viele Kartentricks sind mental gefärbt – wie der Klassiker: Das Finden von zufällig und frei bestimmten Karten. Oft finde ich die Routinen viel zu kompliziert, schlimmer noch: Sie beschränken sich auf das „Besserwissen“„Schau mal, ich kann deine Karte finden, und du weißt nicht, wie das geht. Ätsch!“

Daher kann ich nur immer wieder appellieren: Beschreiben Sie nicht nur, was Sie tun – geben Sie den Gegenständen, Ihren Handlungen eine Bedeutung!

Der „Einstein-Kartentrick“ wurde von dem Schweizer Kartenexperten Roberto Giobbi in seinem Buch „Roberto Super-light“ beschrieben. Aus seiner Feder sind über 50 Bücher in 6 Sprachen erschienen. Seine „Große Kartenschule“ gilt weltweit als ein Standardwerk für die Zauberkunst mit Spielkarten.

https://secret-magic-store.de/collections/roberto-giobbi

Mir gefällt daran die nette Geschichte, welche einfach und klar durch die kurze Routine führt. Man kann den Effekt völlig improvisiert und mit einem geliehenen Spiel zeigen. Ich habe ihn Laien oft vorgeführt – und noch nie hat jemand eine Vermutung geäußert, wie das Ganze zustande kommt. Besser noch: Ich weiß es auch nicht!

Ein Tipp an Kollegen, welche es einmal nachmachen wollen: Sehen Sie zu, dass zirka vier bis acht Karten in dem kleinen Stapel liegen, mit dem das Wunder geschieht!

Da mir beim Vorführen nur meine „Kamerafrau“ Manuela Bößel zur Verfügung stand, musste ich ein wenig improvisieren. Aber auch das kriegt man hin.

Nun viel Spaß mit dem Video!

https://www.youtube.com/watch?v=ZO42kVdpIA0

P.S. Einen ebenso einfachen Karteneffekt mit einer amüsanten Geschichte findet man im Video „Meine magischen Gedanken 11“ (ab 7:17):

https://www.youtube.com/watch?v=C_GQlB4dJgo&t=185s

Samstag, 24. Dezember 2022

Video: Weihnachtszauber

Auf das folgende Video kamen wir eigentlich ganz zufällig: Kürzlich war das „Duo Tango Varieté“ zu einer Weihnachtsfeier engagiert – mit mir als zauberndem Moderator.

Da unsere Damen in der „Schlusskurve“ des Programms den Irving Berlin-Hit „White Christmas“ darboten, erinnerte ich mich an einem Auftritt vor ziemlich genau vier Jahren, als wir ein weihnachtliches Kurkonzert spielen. Ich zeigte damals (und auch bei der kurz zurückliegenden Feier) zu dem Titel ein Kunststück, in dem es um eine Seidenpapier-Schneeflocke ging, und das erstaunlich gut ankam. Sicherlich nicht wegen des „umwerfenden“ magischen Effekts, sondern der Poesie, welche ebenso die alte Schlagermelodie transportiert.

Daher bat ich die Musikerinnen spontan, ob sie nicht zu einem kleinen Weihnachtsgruß per Video bereit wären. Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit, und so konnten wir das Ganze im Wintergarten vor verschneiter Kulisse präsentieren.

Leider waren die Lichtverhältnisse in der Abenddämmerung nicht mehr ideal – die Damen mussten vorher noch einen anderen Auftritt absolvieren. Unsere Kamerafrau Manuela Bößel war hernach etwas unzufrieden mit der Bildqualität der gut zehn Jahre alten Kamera. Daher bat ich sie spontan, mir ein besseres, modernes Gerät zu empfehlen. Gesagt, bestellt und inzwischen auch geliefert! Daher werden wir die nächsten hundert Videos in besserer Bild- und Tonausführung produzieren – versprochen!

Für heute bleibt mir nur, den Musikerinnen und der Helferin an der Kamera herzlich zu danken. Vor allem aber meinen treuen Leserinnen und Lesern sowie unseren Tangofreundinnen und Freunden! Ihr seid eine ständige Inspiration für unsere Arbeit.

Frohe Weihnachten!

Gerhard

https://youtu.be/_Iz_IFlk_JE

Dienstag, 15. November 2022

Unser Schlagerkonzert – diesmal in Ingolstadt

Acht Mal durfte das Salon-Ensemble Ingolstadt sein Schlagerkonzert schon aufführen – zuletzt am 28.10. dieses Jahres bei der „Candle Night“ im historischen „Pflegschloss“ in Schrobenhausen, wo es – trotz „Laufkundschaft“ – sehr viel Zuspruch gab.

https://diemagiedesgr.blogspot.com/search?q=schlagerkonzert

Nun freuen wir uns besonders, auch einmal in Ingolstadt auftreten zu dürfen – und zwar bei der „MittwochKlassik“ in der Harderbastei. Derzeit läuft dort wöchentlich eine Konzertreihe, in der (entgegen dem Titel) auch Musik anderer Genres geboten wird.

https://www.ingolstadt.de/mittwochklassik

Leider sind die Veranstaltungen auf je 45 Minuten begrenzt, daher spielen wir eine Auswahl unseres abendfüllenden Programms: Schlager der 1950-er bis 80-er Jahre. Bei unseren Konzerten haben wir festgestellt, dass Titel wie „Volare“, „Strangers in the Night“ oder „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ beim Publikum immer noch sehr präsent und beliebt sind.

Das Salon-Ensemble Ingolstadt spielt diesmal in der Besetzung

Swetlana Gilman – Violine
Hartwig Simon – Fagott und musikalische Arrangements
Dr. Stefanie Geith – Violine / Akkordeon
Stephanie Fischer – Violine / Viola
Annerose Bayerle-Schöffel – Klarinette / Saxophon
Gabi Klaschka-Mamikonian – Klavier
Karin Law Robinson-Riedl und Rudolf Eduard Laué – Gesang

Ich darf wieder durch das Programm führen und auch einige Zaubereien beisteuern.

Hier der Termin:

Mittwoch, 23.11.22, 19.00 Uhr

Harderbastei

Oberer Graben 55

85049 Ingolstadt

Freier Eintritt; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

(Parken sollte man am besten im Parkhaus am Münster, von dort zirka fünf Minuten Fußweg zur Harderbastei.)

Und noch eine gute Nachricht: Zwei wegen Corona abgesgte Ausgaben unseres Schlagerkonzerts dürfen wir nun Anfang nächsten Jahres nachholen.

Wir freuen uns über möglichst viele Gäste!

Mittwoch, 2. November 2022

Ein altes Youtube-Video

Durch Zufall entdeckte ich neulich das Video eines über neun Jahre alten Auftritts. Ohne mein Zutun hatte es der Journalist Manfred Habl produziert und ins Netz gestellt.

Im Pfaffenhofener „Haus der Begegnung“ gab es am 10.3.2013 „Zauberei und Musik“ – zusammen mit dem Kollegen Maximilian Brummwurz und einer Musikgruppe um Günther Hausner. Ich durfte zwei Sets zu jeweils 25 Minuten bieten. Zu sehen sind Teile des Openings sowie das Ende des zweiten Teils. Wir hatten zirka 100 Zuschauer.

Generell mag ich solche „fremd hergestellten“ Bilder meiner Vorstellungen nicht sehr, da mir beim Betrachten schmerzlich gewisse Schwächen auffallen. Na gut, dem Publikum schien es einigermaßen gefallen zu haben.

Als ich das Filmchen nun wieder aus der Versenkung beförderte, staunte ich nicht schlecht: Es erhielt bis heute fast 5600 Aufrufe – ein Rekord bei meinen Zaubervideos!

Glücklicherweise denke ich schon lange nicht mehr darüber nach, warum der eine Text oder das andere Video Erfolg haben oder nicht. Es ist reine Magie… und für mich auf jeden Fall eine schöne Erinnerung!

https://www.youtube.com/watch?v=-RwXxlynHjg

Montag, 17. Oktober 2022

Operettenkonzert in Manching

Unser Auftritt am gestrigen Sonntag war längere Zeit von Sorgen überschattet: Könnte es wegen der steigenden Corona-Zahlen wieder Einschränkungen geben? Vor allem aber: Würden genug Besucher kommen?

Hildegard Jilg, Leiterin der Nachbarschaftshilfe Manching, hatte unser Operettenkonzert in Pörnbach erlebt und fragte uns anschließend, ob wir auch einmal in Manching spielen wollten.

Ein Angebot, das für mich einen persönlichen Aspekt hatte: Es handelt sich um meinen Geburtsort – in der Kirche neben dem Pfarrsaal wurde ich im Januar 1951 getauft!

Die Reaktionen auf unsere Einladungen verliefen nicht gerade berauschend. 30 Gäste, so die Auskunft der Veranstalterin, könnten es wohl werden. Zweimal bereits hatte ich für die Organisatorin schon eine Zaubervorstellung gegeben – vor ungefähr dieser Besucherzahl.

Man darf sich durch solche Prognosen nicht irre machen lassen. Klar, wir sind alles andere als ein internationaler Showact – und können bei einem bescheidenen Umsatz keine große Werbung machen. Sicherlich: In Pörnbach haben wir inzwischen einen größeren Kreis von Fans – aber wer kannte uns schon in Manching?

Ich glaube, man muss sich immer wieder klarmachen: Man kann stets über einen zu geringen Besuch jammern. Es ändern sich lediglich die Zahlen. Berühmte Kollegen wechseln vielleicht in den Krisenmodus, wenn sie nur tausend statt fünftausend Karten verkaufen. Gründe zum Unglücklichsein findet man verlässlich, wenn man nach ihnen sucht.

Wir genießen jedoch das Privileg, nicht von unseren Künsten leben zu müssen. Es ist für uns also keine Existenz-Bedrohung, wenn mal sehr wenig Zuschauer erscheinen. Und ich bemühe mich, stets auf den Einzelnen zu sehen: Wenn es uns gelingt, auch nur ganz Wenigen zwei schöne Stunden zu bereiten, haben wir die Welt ein klein wenig besser gemacht. Durch Jammern jedoch nicht.

Letzten Freitag erreichte uns während der Generalprobe ein Anruf der Veranstalterin: Nach dem momentanen Stand dürften es doch etwa 60 Gäste werden!

Als wir gestern im neuen Pfarrsaal in Manching die letzten Vorbereitungen trafen, stellten die Helferinnen noch weitere Stühle auf: Mit zirka 80 Besuchern war der Zuschauerraum gut gefüllt – und ich merkte bereits während der ersten Musiknummer: Es breitete sich beste Laune aus.

Die Operette fristet heute ja ein bescheidenes Schattendasein: Aus der Zeit gefallen sei sie, purer Kitsch und zudem musikalisch wertlos.

Wer sich einmal durch eine Franz Lehár-Partitur gekämpft hat, ändert vermutlich seine Ansicht. Und bei Menschen über Sechzig sind diese Melodien durchaus präsent und beliebt. Bei unseren Konzerten gibt es immer wieder „Spezialisten“, welche auch die Texte perfekt beherrschen und öfters sogar mitsingen. Wir erleben oft genug die Freude, welche wir mit den „alten Sachen“ auslösen.

Bereits vier Mal durften wird dieses Programm spielen – und ich wage die Vorhersage, dass es dabei nicht bleiben wird. Dafür ist die „verstaubte Operette“ einfach zu schön! Vielleicht auch, wenn man sie durch die Moderation ein wenig erklärt.

Auch gestern in Manching konnten wir auf einer Welle der Sympathie durch die Vorstellung gleiten. Und den Spaß, welchen wir dabei erleben, müssen wir ganz bestimmt nicht schauspielerisch darstellen!

Das folgende Foto beschreibt unsere Stimmung ganz gut, als wir nach dem Konzert, versorgt mit Rosen, Sekt und Gage, vor dem Pfarrheim standen. Uns bleibt nur der Dank an Frau Jilg und ihre Helferinnen, welche die Gäste in der Pause mit Getränken versorgten.

Klar, wir hätten auch für 10 Besucher gespielt. Dass es weit mehr wurden, hat uns dennoch sehr gefreut!

Foto: www.tangofish.de

Nun erschien doch noch ein kleiner Pressebericht in der Lokalzeitung. Meine Ansichten über Journalisten werden bestätigt, wenn man gleich alle drei Komponisten falsch schreibt...